Suche
Suche Menü

Schüler der Lobdeburgschule siegen beim ersten Jenaer Schüler Moot Court

Jena (26.02.16) „Wer will was von wem woraus?“ lautet der Merksatz, mit dem Schüler im Fach Wirtschaft/Recht lernen, Anspruchsziele zu formulieren. Wie man Ansprüche vor Gericht geltend macht, konnten 39 Zehntklässler des Otto-Schott-Gymnasiums Jena und 17 Elftklässler der Lobdeburgschule Jena jetzt hautnah erleben: beim „1. Jenaer Schüler Moot Court“, den die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstaltet hat.

Das Siegerteam beim 1. Jenaer Schüler Moot Court: von links Fabio Ehrt, Anna Friedel, Vilja König und Christoph Klerner. Foto: Nora Jedlitschka/FSU

Das Siegerteam beim 1. Jenaer Schüler Moot Court: von links Fabio Ehrt, Anna Friedel, Vilja König und Christoph Klerner. Foto: Nora Jedlitschka/FSU

Bei einem „Moot Court“ lösen junge Juristen einen fiktiven Fall vor einem Gericht. Sie schlüpfen dabei in die Rolle einer Prozesspartei – als Kläger oder Beklagter – und müssen jeweils ihren Rechtsstandpunkt vertreten.

Insgesamt vier Schülerteams traten beim Schüler Moot Court gegeneinander an. Die fiktive Gerichtsakte stellte Prof. Dr. Christian Alexander vom Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Medienrecht zusammen. Welche Gruppe als Kläger oder Beklagter aufzutreten hatte, entschied das Los. Unterstützung erhielten die Teams dabei jeweils von zwei Jurastudierenden sowie einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Fakultät. Die Coachs halfen den Teams, den wesentlichen Inhalt der Akte zu erfassen, die richtigen Normen aufzufinden und die Argumente für den Prozess vorzubereiten. Denn, wo sonst Wochen und Monate vergehen, ehe ein Fall vor Gericht verhandelt wird, ging es für die Schüler schon am Nachmittag vor Gericht.

Die verpfuschte Tätowierung

Im großen Staatsschutzsaal des Thüringer Oberlandesgerichts wurde der Fall, in dem es um eine verpfuschte Tätowierung einer Minderjährigen ging, am Donnerstag (25.02.) vor echten Richtern verhandelt. Der Präsident des Thüringer Oberlandesgerichts, Stefan Kaufmann, ließ es sich nicht nehmen, die durch jeweils vier Schüler vertretenen Parteien gemeinsam mit zwei Richterkolleginnen anzuhören und ein Urteil zu verkünden. Am Ende bestimmte die Richterbank, dass sich der Kurs WR 11 der Lobdeburgschule Jena am besten behaupten konnte. Der Kurs von Andreas Glosse wurde vor Gericht von Fabio Ehrt, Anna Friedel, Christoph Klerner und Vilja König vertreten. Als Auszeichnung erhielt das Team eine Glastrophäe und eine Siegerurkunde. Doch auch die anderen Schülerteams hätten sich beeindruckend geschlagen und das ein oder andere Nachwuchstalent sei auch schon entdeckt worden, so das einstimmige Urteil der Richter.

Für Nachwuchsjuristen sind die Zukunftschancen in der Tat selten so gut gewesen, wie auch Jura-Dekan Prof. Dr. Walter Pauly betonte. In seiner Eröffnungsrede wies er darauf hin, „dass die Berufsaussichten für die Generation der jetzigen Schüler von Wirtschaft und Recht ausgesprochen hervorragend sind, da nicht nur die großen Anwaltskanzleien in den deutschen Metropolen händeringend Juristen suchen, sondern ein kaum zu deckender Nachwuchsbedarf in der Thüringer Justiz für Richter und Staatsanwälte in den kommenden Jahren bestehen wird“.

Für alle Schüler, die sich für das Jurastudium interessieren, will die Jenaer Jura-Fakultät nun jährlich einen Schüler Moot Court anbieten. Nora Jedlitschka, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Initiatorin des Schüler Moot Courts war sehr zufrieden mit der Premiere: „Die Schüler waren hochmotiviert und mit Leidenschaft dabei. Es hat richtig Spaß gemacht, ihnen zuzusehen. Schon deshalb möchten wir den Wettbewerb weiterhin anbieten.“

SCHLUSS MIT DEM LOTTERLEBEN! AUF ZUR ABSOLVENTENFEIER 2016!

Absolventenfeier_Plakat_A4Am Freitag, den 15. April 2016 um 18 Uhr findet die Absolventenfeier 2016 statt! In der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena werden in festlichem Ambiente und bei musikalischer Untermalung durch Herrn Professor Dr. Matthias Knauff die Schmuckurkunden überreicht, die das erfolgreiche Studium der Rechtswissenschaften an der Alma Mater Jenensis dokumentieren. Festredner wird in diesem Jahr der Präsident des Thüringer Landesarbeitsgerichts, Herr Karl Kotzian-Marggraf, sein. Im Anschluss wird vor der Aula ein Sektempfang stattfinden. Familie und Freunde sind natürlich herzlich eingeladen.

Anmelden könnt ihr euch bis 1. April 2016 persönlich im Dekanat oder per E-Mail an dekanat@recht.uni-jena.de. Die Verleihung der Urkunde kann ab der Prüfungsgruppe 01/2012 beantragt werden.

Jenaer Studentinnen sind Vizeweltmeister im Debattieren!

Das Team der Debattiergesellschaft Jena e.V - Patrizia Hertlein (r.) und Tina Rudolph von der Universität Jena - standen am 03.01.2016 im EFL-Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki in Griechenland (Foto vom 06.01.2016). Damit sind die beiden jungen Frauen Vize-Weltmeister im studentischen Debattieren in der Kategorie EFL (English as a foreign language). Foto: Anne Günther/FSU

Das Team der Debattiergesellschaft Jena e.V – Patrizia Hertlein (r.) und Tina Rudolph von der Universität Jena – standen am 03.01.2016 im EFL-Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki in Griechenland. Foto vom 6.1.2016 von Anne Günther/FSU

Wie jenapolis berichtet, sind die Studentinnen Patrizia Hertlein und Tina Rudolph von der Universität Jena Vizeweltmeister im studentischen Debattieren in der Kategorie EFL (English as a foreign language) geworden. Am 3. Januar standen die beiden jungen Frauen von der Debattiergesellschaft Jena e. V. im Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki, an dem über 400 Teams aus der ganzen Welt teilnahmen. Platz 1 belegte das Team der Universität Athen, die Mannschaften aus Jena, Skopje und von der indonesischen Universität Brawijaya teilen sich den zweiten Platz. „Das ist der größte Erfolg, den unser Verein bislang erringen konnte“, sagt Tina Rudolph. Die 24-Jährige studiert an der Universität Jena Medizin und Angewandte Ethik und debattiert seit gut zwei Jahren mit. Ihre 26-jährige Teamgefährtin Patrizia Hertlein aus dem pfälzischen Landau studiert Jura und ist seit drei Jahren in der Debattiergesellschaft aktiv.

Insgesamt neun Runden mussten die beiden Studentinnen überstehen. Dabei treten in jeder Runde vier Teams gegeneinander an. Sie bekommen eine Rolle zugelost, entweder als eröffnende oder als schließende Regierung oder als eröffnende bzw. schließende Opposition. Als Vorbild dienen die Debatten im englischen Parlament.

„Die Themen der Debatten kommen aus unterschiedlichsten Bereichen, wie z. B. Wirtschaft, Gesellschaft, Politik oder Kunst und Kultur“, erlärt Tina Rudolph. Sie werden kurz vor der Debatte bekanntgegeben, danach können sich die Teams eine Viertelstunde lang vorbereiten. „In dieser Zeit müssen wir uns eine Strategie überlegen, Argumente gegeneinander abwägen und die richtigen auswählen“, sagt Rudolph. Zu bedenken sei beispielsweise, wen eine bestimmte Entscheidung betreffen kann, wie sich etwa das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit ändert. In den Fokus rücken zudem die Folgen von Entscheidungen: Sind es weitgehend individuelle Auswirkungen oder müssen sogar globale bedacht werden? Im diesjährigen Finale wurde über die Frage diskutiert, ob Kampagnen, die Flüchtlinge schützen sollen, mit emotionalen Bildern arbeiten sollten, die das Leid der Flüchtlinge zeigen. Über Sieg oder Niederlage in einer Debatte entscheidet jeweils eine Jury aus Studierenden.

Die Debattiergesellschaft Jena besteht seit 13 Jahren. Aktuell gehören ihr etwa 50 Studierende an – quer durch alle Fachrichtungen. Sie treffen sich immer montags 18 Uhr im Raum 127 am Campus, um auf Englisch zu debattieren. Die Debatten auf Deutsch gibt es dienstags ebenfalls ab 18 Uhr im gleichen Raum. Teilnehmer sind jederzeit willkommen, gern können zudem Themen vorgeschlagen werden.

BEWERBER FÜR DEN 24. WILLEM C. VIS INTERNATIONAL COMMERCIAL ARBITRATION MOOT 2016/2017 GESUCHT!

iconmonstr-megaphone-3-iconDer Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist einer der wichtigsten und prestigeträchtigsten Hochschulwettbewerbe auf dem Gebiet des internationalen Wirtschaftsrechts mit Teilnehmern aus aller Welt (u.a. Yale Law School, Harvard Law School). Er findet jährlich in Wien bzw. Hong Kong statt.
Wer mehr über die Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Moot Court erfahren will, ist herzlich zu einer Info-Veranstaltung (am 25. Januar 2016, um 18.00 Uhr, Raum 2.43 Fakultätssitzungssaal) eingeladen.
Weitere Informationen sind dem Flyer und dem Aushang zu entnehmen und erhalten Sie auch auf der Homepage des Lehrstuhles von Frau Prof. Dr. Giesela Rühl.

Auf ein Neues!

2016

Nach einer kurzen Weihnachtspause melden wir uns zurück und wünschen Euch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Wir hoffen, Ihr konntet die Feiertage zum Verschnaufen nutzen und seid frisch und voller Tatendrang ins neue Jahr gestartet.

Die Veranstaltungsübersicht ist nun auch wieder auf dem neuesten Stand. Los geht es diese Woche mit einem Vortrag des Jean Monnet Centre of Excellence Jena mit anschließender Diskussion zum Thema „Die Rolle der EZB in der europäischen Schuldenkrise: eine französische Sicht“ am Donnerstag, also schon Morgen um 18 Uhr im Fakultätssitzungssaal (Raum 2.43), Carl-Zeiss-Str. 3. Der Referent, Prof. Martucci lehrt europäisches und französisches Wirtschaftsrecht an der Universität Panthéon-Assas in Paris. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Europarecht, insbesondere gilt sein Interesse der Wirtschafts- und Währungsunion sowie dem Wettbewerbs- und Binnenmarktrecht. Für Doktoranden findet bereits 16 Uhr ein Workshop statt. Dieser bietet Gelegenheit, sich über die jeweiligen Forschungsprojekte in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und sich der Expertise von Prof. Martucci zu bedienen.

Für alle, die es noch nicht wissen: Um keine Neuigkeiten aus der Fakultät zu verpassen, könnt ihr uns auch auf facebook folgen.

Und wer einen interessanten Beitrag oder Hinweis für unseren Blog hat, der die Fakultät, das Jurastudium oder Jena betrifft, kann sich unter redaktion{at}jurainjena.de melden. Wir freuen uns auch über Fotos, Anekdoten und Neuigkeiten aus dem Hörsaal. Teilt uns mit, was Euch beschäftigt und interessiert!

Prüfungssimulation für Examenskandidaten

iconmonstr-quote-15-iconZur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung bieten Professoren der Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch im Wintersemester 2015/16 den Examenskandidaten die Möglichkeit einer Prüfungssimulation an. Ziel ist es, Sie auf die spezifische Prüfungssituation vorzubereiten.  Das Angebot richtet sich aus Kapazitätsgründen nur an diejenigen Kandidaten, welche den schriftlichen Prüfungsteil im August 2015 bereits absolviert und im Februar 2016 mündliche Prüfung haben werden. Die Prüfungssimulationen werden im Zeitraum vom 4. – 15. 1.2016 durchgeführt. Dabei werden jeweils 4 -5 Studierende von einem Prüfer (jeweils in einem Pflichtfach – Zivilrecht oder Strafrecht oder Öffentliches Recht) eine Stunde lang in gleicher Weise wie im „Ernstfall“ befragt und erhalten im Anschluss eine Rückmeldung über ihren Leistungsstand und ihre Präsentation.

Wer Interesse hat, kann sich ab sofort bis zum 13. 12. 2015, 23 Uhr, über https://caj.informatik.uni-jena.de, gern auch per E-Mail oder persönlich im Sekretariat anmelden. Über die Zuordnung (Prüfer, Fach und Termin) wird zeitnah per E-Mail informiert. Die Zuordnung erfolgt nach dem Zufallsprinzip.

Engagierte Studierende für den 1. Jenaer Schüler-Moot-Court am 25. Februar gesucht

Erstmals findet dieses Semester am 25. Februar 2016  ein Schüler-Moot-Court für Schüler und Schülerinnen der Jenaer Schulen statt. Organisiert wird der Wettbewerb vom Dekanat der Fakultät, dem Dekan Prof. Dr. Pauly, Prof. Dr. Alexander und einzelnen wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Für die Verhandlung stellt das Thüringer Oberlandesgericht seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Gesucht werden für das Coaching der Schüler-Teams noch Studierende ab dem 4. Semester. Diese können dabei nicht nur ihre Schlüsselqualifikationen unter Beweis stellen, sondern auch Einblicke in den Ablauf eines Zivilprozesses gewinnen. Für Ihr Engagement wird den Studierenden eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die sich als Nachweis ihrer Betätigung im Bereich der Schlüsselqualifikationen und ihres sozialen Engagements für die Rechtswissenschaftliche Fakultät jede Bewerbungsmappe bereichern dürfte. Interessenten melden sich bitte persönlich, per E-Mail oder telefonisch bis zum 1. Dezember im Dekanat (dekanat{at}recht.uni-jena.de) unter Angabe von Name, Vorname, Semester, Matrikelnummer und einer E-Mailadresse.

ALICE – DIE LGBTI KARRIEREMESSE FÜR JURISTEN AM 30. OKTOBER 2015 IN FRANKFURT AM MAIN

Wir möchten Euch heute auf eine vielversprechende Karrieremesse und die Möglichkeit, an dieser kostenlos teilzunehmen, hinweisen.

„ALICE bietet Studierenden, Referendar_innen, Jurist_innen und allen, die sich für eine Karriere im juristischen Bereich interessieren, die Gelegenheit mit Vertreter_innen zahlreicher namhafter Kanzleien und Unternehmen über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten zu sprechen sowie ein großes Rahmenprogramm. Namensgeberin der Messe ist die kamerunische Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin Alice Nkom. Sie setzt sich als einzige Rechtsanwältin gegen die Kriminalisierung und gesellschaftliche Ausgrenzung homosexueller Menschen in Kamerun ein. Im März 2014 erhielt sie hierfür den siebten Menschenrechtspreis von Amnesty International Deutschland.“

Die Juristenmesse findet am 30. Oktober 2015 zwischen 10 und 18 Uhr im Steigenberger Hotel Metropolitan in Frankfurt am Main (Poststraße 6, 60329 Frankfurt am Main) statt.

Die Projektmanagerin Sandra Reichert hat uns darauf hingewiesen, dass man bei vorheriger (kostenloser) Registrierung über diese Seite auch kostenlos an der Messe teilnehmen kann. Das Ticket könnt Ihr im Anschluss auf http://juristenmesse.com/ buchen. Alle weiteren Infos zur Messe findet ihr ebenfalls dort.

 

Dieses Semester wird alles anders.

Eventuell diesen Satz schon oft am Anfang eines Semesters gesagt oder gehört? Macht nix. Ob es nun der Beginn Eures Studiums oder nur das x-te Semester für Euch ist, jetzt ist tatsächlich der perfekte Zeitpunkt für einen Neubeginn und ein paar gute Vorsätze. Das Semester liegt strahlend weiß und niegelnagelneu vor Euch! Jetzt wird alles besser, effektiver und ordentlicher – könnte es zumindest. Hier kommen ein paar Tipps, wie Ihr Euren inneren Schweinehund im Zaum halten und das Meiste aus diesem Semester herausholen könnt.

1. Der Semesterplan

Bis zu den Vorlesungen habt Ihr noch ein paar Tage Zeit, um Euch optimal vorzubereiten und die solltet Ihr auch nutzen, denn: gute Vorbereitung ist alles. Wie das geht? Zunächst einmal macht man sich einen Plan, genauer gesagt einen Stundenplan für dieses Semester. Den Stundenplan kann man sich im Friedolin oder ganz altmodisch mit dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis und dem empfohlenen Studienplan zusammenstellen. Er muss gegebenenfalls angepasst werden und vor allem realistisch sein. Wurden in den letzten Semestern Scheine auf später verschoben oder nicht bestanden, müssen die eben erst einmal nachgeholt werden. Inwieweit man dann noch die im Musterstudienplan vorgesehenen Scheine schafft, muss jeder selbst und für sich entscheiden. Hier darf man sich nicht davon beeinflussen lassen, wie schnell oder langsam die anderen sind. Wem in der Vergangenheit das ein oder andere zuviel war, konzentriert sich lieber auf das Wichtigste, zB das Bestehen der Zwischenprüfung. Grundlagenschein und Fachenglisch für Juristen kann man auch später noch nachholen. Natürlich spielt auch eine wichtige Rolle, wie gut man in den Klausuren abschneiden will. Genügt einem das Bestehen, schafft man zur Not auch drei große Scheine in einem Semester, aber: das Wissen muss man früher oder später (spätestens vor dem Examen) ohnehin nachholen. Deshalb ist es natürlich nicht nur beruhigend, sondern auch sinnvoll, bereits im Studium zu versuchen, in jeder Klausur so gut es geht abzuschneiden (Wir sagen nur: nach der Klausur ist vor der Klausur!). Der Stundenplan sollte auch gleich feste Lernzeiten enthalten, in denen Ihr Vorlesungen und AGs vorbereitet bzw. nachbereitet. So lässt sich das Lernen nicht ganz so leicht nach hinten verschieben. Noch besser wäre es, bereits die Lerninhalte auf die Wochen des Semesters zu verteilen (siehe unter 3.). Auch wenn man den Lernplan am Ende nicht ganz einhält, hat man immer im Blick, was gelernt werden muss.

2. Der Arbeitsplatz

Wenn Ihr Euch in Eurem Zimmer umseht und noch die groben Umrisse eines Schreibtischs erkennen könnt, ist es noch nicht zu spät für einen effektiven Arbeitsplatz. Tatsächlich schafft etwas Ordnung in Euren Unterlagen auch einen freien Kopf, sorgt für viel mehr Zeit und Überblick über den Lernstoff. Wenn noch nicht geschehen, besorgt Euch also ausreichend Ordner, Hefter und Mappen, schaufelt den Schreibtisch frei, sortiert den ganzen Papierkram und heftet ihn ab. Und zwar: Sofort! Nicht Nachdenken, einfach machen. Dann legt ihr für die Vorlesungen dieses Semesters Ordner an und heftet, wenn es soweit ist, Mitschriften und Kopien brav ab, am besten, sobald Ihr von der Uni heim kommt. Einen Drucker zuhause zu haben, ist auch keine schlechte Idee. Dann ist die Hemmschwelle, die Materialien auszudrucken und schon vor der Vorlesung anzusehen, schon mal nicht ganz so hoch wie bei einem Gang in den Computerpool der Uni. Eine große Pinnwand mag angesichts der Kalenderfunktion Eures Smartphones und diversen To-Do-Apps altmodisch erscheinen, ist aber nicht nur für wichtige Termine, Aufgaben und den Stundenplan, sondern auch für Merksätze, die wichtigsten Definitionen und Prüfungssschemata super. Letztere sollte man sich möglichst selbst anlegen (siehe 4.) und am besten jeden Tag vor der Nase haben.

(Bild von hier.)

3. Das Lernmaterial (Oder: Fälle, Fälle, Fälle!)

Natürlich ist es wichtig, frühzeitig Lehrbücher und Fallbücher zur Hand zu haben, um sich einen Zeitplan für das Durcharbeiten des Lernmaterials machen zu können (siehe 1.). Am besten setzt man sich für jeden Abschnitt oder jedes Kapitel einen Termin oder eine bestimmte Woche fest. So bleibt am Ende auch noch genug Zeit für andere Dinge und man vermeidet Nachtschichten und Panik kurz vor den Klausuren. Was aber soll man kaufen, ausleihen und lernen? Schwierig, schwierig. Lernt Ihr für eine einzelne Klausur, kann der Tipp Eures Profs Gold wert sein, lernt Ihr für das Examen, sind einzelne Vorlieben des Klausurstellers nicht mehr ausschlaggebend. Für bestimmte Fächer gibt zwar es Klassiker, mit denen man vermutlich nie falsch liegt, zB. der Brox für BGB AT oder Wessels/Beulke für Strafrecht. Letzten Endes müsst Ihr aber auch mit dem Buch arbeiten können! Deshalb unser Tipp: Lest Euch in der Buchhandlung eures Vertrauens die Passagen zu einem Problem in mehreren Lehrbüchern durch und schaut, in welchem es euch am besten einleuchtet. Noch ein Tipp: Wer sparen muss, leiht sich Lehrbücher lieber aus oder kopiert sie sich und kauft/kopiert das Fallbuch, um darin rummalen zu können. Ja, ein Fallbuch. Darauf sollte man niemals verzichten, denn da steht drin, wie man die ganzen Fälle löst, die ständig in den Klausuren dran kommen. Dabei sind für den Einstieg Fallbücher mit kurzen Fällen wie die aus der Achso!-Reihe von Boorberg, „Die Fälle“ von dem Fall-AG-Verlag oder „die wichtigsten Fälle…“ von Hemmer super. Auch in Ausbildungszeitschriften finden sich (ausführlichere) Klausursachverhalte mit Musterlösungen. Das erforderliche Hintergrundwissen lernt Ihr beim Lösen der Fälle anschaulich und ganz nebenbei in nötiger Kürze und klausurfein ausformuliert.

4. Richtiges Lernen (Oder: Noch einmal: Fälle! Fälle! Fälle!)

Wer alles aus dem Lehrbuch auswendig lernt und am besten noch vorher rausschreibt, lernt sicherlich auch etwas, braucht dafür aber vermutlich viel zu lange und häuft unnötiges Wissen an, das in Klausuren dazu verleitet, ein Problem in epischer Breite zu behandeln und das Wesentliche aus dem Blick zu verlieren oder schlimmer noch: nicht fertig zu werden. Denn in der Klausur hat man selten Zeit, rechtliche Probleme im Lehrbuchumfang auszubreiten. Wahrscheinlich könnt Ihr es schon nicht mehr hören, aber es gibt keine bessere Klausurvorbereitung als regelmäßig Fälle zu lösen. Es genügt, die in den Fällen behandelte Thematik im Lehrbuch zum besseren Verständnis nochmal nachzulesen und sich wirklich nur die Essenz des Problems zu notieren (Probleme – eine Ansicht – andere Ansicht – Lösung). Letztlich darf man nicht vergessen, dass das Wissen aus den ersten Semestern in späteren Semestern wiederholt und nochmals vertieft wird. Deshalb muss man auch im ersten Semester noch nicht den Medicus auswendig können. Um strukturiert zu lernen, empfiehlt es sich außerdem, das zu erlernende Wissen in Karteikarten zu sammeln und mehrmals zu wiederholen. Auf die Vorderseite kommt ein Begriff bzw. eine Frage, auf die Rückseite die Definition, ein Prüfungsschema oder eine kurze Antwort. Die Karteikarten können beim Wiederholen danach sortiert werden, ob man die Antwort beim 1., 2. und 3. Mal wusste oder nicht. So kann man sich effektiv auf die Karten konzentrieren, die einem schwer fallen und mit diesen eine weitere Wiederholungsrunde einlegen. Fragen, die man auch beim 3. Mal sicher beantworten konnte, kann man dagegen vorerst weglegen. Mit der Zeit entsteht so eine umfangreiche Sammlung, die jedes Semester und kurz vor dem Examen erweitert und wiederholt werden kann. Und: den Lerneffekt hat man nicht erst beim Wiederholen, sondern bereits beim Erstellen der Karten. Anfänger können sich auch erst einmal eine Übersicht über den Stoff verschaffen, indem sie sich Plakate zum Rechtsgebiet oder einem bestimmten Thema erstellen, zB zur Verfassungsbeschwerde und bei jedem Prüfungspunkt Obersätze und häufige Probleme notieren. Übrigens: Studien haben gezeigt, dass sich das Gehirn Handschriftliches besser merkt als Getipptes!

Zum Thema richtiges Lernen ist auch dieser Artikel sehr lesenswert!

(Bild von omnimodo facturus.)

5. Gutachtenstil und Feinschliff

Leider leiden gerade Anfängerklausuren an wesentlichen Dingen wie Aufbau, Ausdruck und Satzbau und haben so unabhängig vom Inhalt der Klausur von vornherein schlechte Karten auf gute Punktzahlen. Das ist für Prüfling wie Korrektor mehr als ärgerlich. Für die, die sich den Gutachtenstil erst aneignen müssen, kann es daher hilfreich sein, sich mithilfe von Musterlösungen eine Übersicht mit nützlichen Wendungen zu erstellen, um diese im Laufe der Zeit zu verinnerlichen. Hier können je nach Fach und Verfahren die klassischen Obersätze, Ergebnissätze, Schlüsselbegriffe und die Fachtermini aufgelistet sein. Schon die kleine Merkhilfe, Sätze mit „aber“, „weil“ und „da“ zu vermeiden und eine Sammlung mit Wörtern, die beim Gutachtenstil helfen (mithin, daher, damit, danach, darum, demnach, folglich, infolgedessen, somit) aufzuschreiben, kann den nötigen Aha-Effekt auslösen. Je weniger Ihr in der Klausur überlegen müsst, wie Ihr einen Satz zu formulieren habt, desto besser! Auch das Prüfungsschema zu beherrschen und in der Klausur gut strukturiert wiederzugeben, ist enorm wichtig, um selbst den Überblick zu behalten und dem Prüfer zu zeigen, dass man die Prüfungsreihenfolge kennt. Hierbei helfen Nummerierung und Überschriften, obwohl sie nicht vorgeschrieben sind und in Fallbüchern oft weggelassen werden. Die Erfahrung als Korrektoren hat uns aber gezeigt, dass Prüflinge, die auf Überschriften keinen Wert legen, auch häufiger einen Prüfschritt vergessen. Manchmal ergibt sich auch aus dem Klausurtext selbst nicht, was der Prüfling eigentlich prüfen wollte, so dass eine Überschrift dem Korrektor wenigstens gezeigt hätte, dass der Prüfling das Prüfungsschema kennt.

6. Motivation

Jura mag einem im Studium etwas trocken und zäh erscheinen. Wir können Euch aber versprechen, dass sich das spätestens mit dem Referendariat, wenn man über echte Fälle entscheidet, die betroffenen Personen vor sich sitzen und Zeit hat, zu recherchieren, ändert. Es lohnt sich also, durchzuhalten. Vielleicht hilft es dem einen, sich immer wieder vor Augen zu führen, warum man Jurist werden möchte. Bei manchen ist es das Bedürfnis, sich in allen Lebensbereichen rechtlich auszukennen, mitreden und wehren zu können, oder auch die Möglichkeit, damit anderen Menschen helfen zu können. Bei anderen ist es die Gewissheit, dass das, was man studiert, nicht jeder kann, eben weil es nicht so einfach ist. Was einem auf jeden Fall hilft, ist der Austausch mit Kommilitonen, die das gleiche Leid plagt, und mit denen es Spaß macht, über rechtliche Probleme zu diskutieren. Und man sollte nicht vergessen, sich regelmäßig zu belohnen, zB mit einem freien Wochenende, wenn man die ganze Woche über gelernt hat oder einem Bier/einer Feier am Abend, wenn man es geschafft, den einen Fall noch zu lösen oder den einen Abschnitt im Buch zu lesen. Jura ist nicht auch nicht alles im Leben.

(Bild von Der Jurist.)

7. Ruhe bewahren.

Am Ende möchten wir Euch daran erinnern, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Jura ist ein anspruchsvolles Fach, Rückschläge und Misserfolge kommen vor und sind kein Weltuntergang. Gerade am Anfang ist man angesichts der Stoffmenge leicht überfordert, doch mit der Zeit (meist nach der Zwischenprüfung) hat man ein Grundwissen, das sog. Handwerkszeug, das man nicht immer und immer wieder lernen muss und auf das man sich auch gut verlassen kann, wenn man in einem Fall mangels Spezialwissens improvisieren muss. Deshalb konzentriert Euch auf jedes einzelne Semester, auf jede Klausur und geht Schritt für Schritt durch das Studium. In der 7. Klasse konntet Ihr Euch schließlich auch noch nicht so richtig vorstellen, eines Tages Abitur zu schreiben.

(Bild von Zeit Campus.)

So! Das war’s auch schon. Auf Los geht’s los! Wir hoffen, wir konnten Euch ermuntern, das Semester mit neuer Kraft anzugehen und wünschen Euch viel Erfolg und Spaß dabei. Los!

Auf ein Neues ! – Das Semester in der Vorschau.

Zunächst heißen wir alle neuen Studierenden ganz herzlich bei uns in Jena willkommen! Wir freuen uns, dass wir auch dieses Semester wieder über 300 Neuankömmlinge bei uns begrüßen dürfen und hoffen, Ihr fühlt Euch schon sehr bald sehr wohl hier! Wie alle übrigen Studierenden können wir Euch nur ermutigen, uns jederzeit mitzuteilen, was Euch beschäftigt, interessiert oder wo der Schuh drückt. Wir freuen uns über solche Hinweise genauso wie über Fotos und Berichte aus dem Hörsaal, der Bibliothek und dem Studium. Ihr erreicht uns im Facebook über die Nachrichtenfunktion oder per e-Mail unter redaktion{at}jurainjena.de!

Wie immer werden wir Euch auch dieses Semester über Veranstaltungen rund um das Jurastudium auf dem Laufenden halten. Auf der Seite Veranstaltungen findet Ihr die Übersicht über alle bereits angekündigten Veranstaltungen, kurzfristige Hinweise bekommt ihr über unsere Facebookseite.

Schon jetzt möchten wir Euch aber auf ein paar Highlights des neuen Semesters hinweisen, die Ihr Euch gleich im Kalender vormerken könnt:

Der Feuerbachtag 2015 mit der Präsidentin des Bundesgerichtshofes, Frau Bettina Limperg!

Am Freitag, den 13. November findet der alljährliche Feuerbachtag statt, zu dem die Doktoranden und Doktorandinnen des Jahres traditionell ihre Doktorurkunden in Empfang nehmen. Der Festakt kann nach dem Vortrag von EuGH-Präsident Vassilios Skouris im letzten Jahr auch dieses Jahr wieder mit Prominenz aufwarten. So wird er durch den Festvortrag der Präsidentin des Bundesgerichtshofes, Frau Bettina Limperg, gekrönt. Neben Gästen aus Justiz, Politik und Wirtschaft sind auch Studierende herzlich willkommen, dem Feuerbachtag 2015 beizuwohnen.

DIE Semesteranfangsparty im Volksbad

Der Fachschaftsrat Jura veranstaltet am 4. November gemeinsam mit den Spowis die beste und einzig wahre Semesteranfangsparty Jenas im Volksbad Jena! Genaue Infos erhaltet Ihr sehr bald hier und auf der Seite des F§R.

Professoren lesen Weihnachtsgeschichten

Neben der Feuerzangenbowle im Hörsaalkino ist „Professoren lesen Weihnachtsgeschichten“ zur beliebten Tradition in der Vorweihnachtszeit geworden. Auch dieses Jahr werden Euch Eure Professoren und Professorinnen, Dozenten und Dozentinnen in der Adventszeit Weihnachtsgeschichten bei gemütlicher Atmosphäre, Glühwein und Plätzchen vorlesen – wie hier im Bild mit Prof. Dr. Alexander zu sehen…  Das genaue Datum erfahrt Ihr in Kürze auf jurainjena.de und auf der Seite des F§R. (Foto © F§R Jura Jena)

Jenaer Schüler-Moot-Court 2016

Erstmals findet dieses Semester am 25. Februar 2015  ein Schüler-Moot-Court für Schüler und Schülerinnen der Jenaer Schulen statt. Organisiert wird der Wettbewerb vom Dekanat der Fakultät, dem Dekan Prof. Dr. Pauly, Prof. Dr. Alexander und einzelnen wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Für die Verhandlung stellt das Thüringer Oberlandesgericht seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Gesucht werden derzeit noch Studierende, die an diesem Tag ihre Schlüsselqualifikationen unter Beweis stellen und den Schülern und Schülerinnen bei der Vorbereitung helfen und Spaß an der Zusammenarbeit mit Professoren und Mitarbeitern haben. Für Ihr Engagement wird den Studierenden eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die sich natürlich als Nachweis ihrer Betätigung im Bereich der Schlüsselqualifikationen und des sozialen Engagements in jeder Bewerbungsmappe gut machen dürfte. Nähere Informationen gibt es demnächst hier.

Professorenstammtische

ELSA Jena und der F§R Jura organisieren seit Jahr und Tag jedes Semester monatlich stattfindende Stammtische mit Professoren und Professorinnen im traditionsreichen Gasthaus „Zur Noll“. Hier können Studierende in entspannter Atmosphäre mit Ihren Dozenten und Dozentinnen über wichtige und unwichtige, juristische und nicht so juristische Dinge plaudern, Antworten auf Fragen zu Studium und Juristerei bekommen und Ihren Prof wie auch Ihre Kommilitionen und Kommilitoninnen näher kennenlernen – wie hier im Bild mit Prof. Dr. Ohler zu sehen (Foto © F§R Jura Jena).

Neujahrsstammtisch des Alumnivereins

Last but not least, möchten wir Euch auf den Neujahrsstammtisch des Alumnivereins aufmerksam machen, der im Januar stattfinden wird. Hier können nicht nur Absolventen und Absolventinnen, sondern auch Studierende an Juristen und Juristinnen aus ganz verschiedenen Tätigkeitsfeldern herantreten und Informationen zu Berufsperspektiven, Praktika und Referendariat erhalten und natürlich auch gleich gute Kontakte knüpfen oder sich einen Praktikumsplatz sichern! Die Mitglieder des Alumnivereins freuen sich, Euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Es gibt also allen Grund, sich auf das neue Semester zu freuen und genügend Anlässe, sich vom Lernen zu erholen und am Fakultätsleben teilzunehmen!