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Jenaer Studentinnen sind Vizeweltmeister im Debattieren!

Das Team der Debattiergesellschaft Jena e.V - Patrizia Hertlein (r.) und Tina Rudolph von der Universität Jena - standen am 03.01.2016 im EFL-Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki in Griechenland (Foto vom 06.01.2016). Damit sind die beiden jungen Frauen Vize-Weltmeister im studentischen Debattieren in der Kategorie EFL (English as a foreign language). Foto: Anne Günther/FSU

Das Team der Debattiergesellschaft Jena e.V – Patrizia Hertlein (r.) und Tina Rudolph von der Universität Jena – standen am 03.01.2016 im EFL-Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki in Griechenland. Foto vom 6.1.2016 von Anne Günther/FSU

Wie jenapolis berichtet, sind die Studentinnen Patrizia Hertlein und Tina Rudolph von der Universität Jena Vizeweltmeister im studentischen Debattieren in der Kategorie EFL (English as a foreign language) geworden. Am 3. Januar standen die beiden jungen Frauen von der Debattiergesellschaft Jena e. V. im Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki, an dem über 400 Teams aus der ganzen Welt teilnahmen. Platz 1 belegte das Team der Universität Athen, die Mannschaften aus Jena, Skopje und von der indonesischen Universität Brawijaya teilen sich den zweiten Platz. „Das ist der größte Erfolg, den unser Verein bislang erringen konnte“, sagt Tina Rudolph. Die 24-Jährige studiert an der Universität Jena Medizin und Angewandte Ethik und debattiert seit gut zwei Jahren mit. Ihre 26-jährige Teamgefährtin Patrizia Hertlein aus dem pfälzischen Landau studiert Jura und ist seit drei Jahren in der Debattiergesellschaft aktiv.

Insgesamt neun Runden mussten die beiden Studentinnen überstehen. Dabei treten in jeder Runde vier Teams gegeneinander an. Sie bekommen eine Rolle zugelost, entweder als eröffnende oder als schließende Regierung oder als eröffnende bzw. schließende Opposition. Als Vorbild dienen die Debatten im englischen Parlament.

„Die Themen der Debatten kommen aus unterschiedlichsten Bereichen, wie z. B. Wirtschaft, Gesellschaft, Politik oder Kunst und Kultur“, erlärt Tina Rudolph. Sie werden kurz vor der Debatte bekanntgegeben, danach können sich die Teams eine Viertelstunde lang vorbereiten. „In dieser Zeit müssen wir uns eine Strategie überlegen, Argumente gegeneinander abwägen und die richtigen auswählen“, sagt Rudolph. Zu bedenken sei beispielsweise, wen eine bestimmte Entscheidung betreffen kann, wie sich etwa das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit ändert. In den Fokus rücken zudem die Folgen von Entscheidungen: Sind es weitgehend individuelle Auswirkungen oder müssen sogar globale bedacht werden? Im diesjährigen Finale wurde über die Frage diskutiert, ob Kampagnen, die Flüchtlinge schützen sollen, mit emotionalen Bildern arbeiten sollten, die das Leid der Flüchtlinge zeigen. Über Sieg oder Niederlage in einer Debatte entscheidet jeweils eine Jury aus Studierenden.

Die Debattiergesellschaft Jena besteht seit 13 Jahren. Aktuell gehören ihr etwa 50 Studierende an – quer durch alle Fachrichtungen. Sie treffen sich immer montags 18 Uhr im Raum 127 am Campus, um auf Englisch zu debattieren. Die Debatten auf Deutsch gibt es dienstags ebenfalls ab 18 Uhr im gleichen Raum. Teilnehmer sind jederzeit willkommen, gern können zudem Themen vorgeschlagen werden.

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